Aussehen
Der Shikoku ist ein mittelgroßer Hund mit gut proportionierten und gut entwickelten, klar definierten Muskeln. Die Muskeln sollten sichtbar sein, Übergewicht ist nicht erwünscht. Es handelt sich um eine aktive, leistungsfähige und funktionale Rasse, was sich in einem athletischen Körperbau widerspiegeln sollte. Er sollte aufgerichtete Ohren haben, die leicht nach vorne zeigen, und eine eingerollte Rute.
Fellfarben
Es gibt 3 anerkannte Fellfarben:
Rot 赤 (Aka) Ein überwiegend rotes Fell mit minimalen schwarzen Haaren.
Sesam 胡麻 (Goma) Eine Mischung aus Rot und Schwarz.
Black and Tan 黒 (Kuro) Eine schwarze Grundfarbe mit etwas Rot und Weiß.
Sesam (Goma) kann in drei verschiedene Schattierungen unterteilt werden:
Rot-Sesam (Aka-Goma) Mehr rote als schwarze Haare
Sesam (Goma) Gleiche Mischung aus roten und schwarzen Haaren
Schwarz-Sesam (Kuro-Goma) Mehr schwarze als rote Haare
Urajiro
Alle Shikokus sollten „Urajiro“-Zeichnungen haben, das sind weiße oder cremefarbene Markierungen an den Bauchpartien, den Beinen sowie an den Wangen und der Schnauze. Ein Black and Tan Shikoku muss zudem die Yotsume 四つ目 (vier Augen), also weiße Punkte über den Augen, haben.
Rute
Die Rute ist das Aushängeschild des Shikoku, sie wird aufrecht und stolz über dem Rücken getragen, entweder gerollt (maki-o) oder in Form einer Sichel (sachi-o). Bei der gerollten Rute sollte die Schwanzspitze nicht nach oben zeigen und die Öffnung ungefär Golfballgroß sein. Ausgerollt sollte die Rute bis zu den Sprunggelenken reichen.
Die Essenz des japanischen Jagdhundes
KAN-I 悍威
Kan-i steht für Tapferkeit und Kühnheit. Hunde die Kann-i verkörpern sind ihrer Umgebung gegenüber aufmerksam und zeichnen sich durch ein furchtloses und selbstbewusstes Auftreten aus.
Kan-i äußert sich durch eine stolze Körperhaltung, einen starken Ausdruck, fokussierte Augen und Ohren, einem kraftvollen Gangwerk und einer aufrecht getragenen Rute.
RYŌSEI 良性
Der Begriff Ryōsei beschreibt einen intelligenten, gutartigen und seinem Besitzer treu ergebenen Hund. Es beschreibt die Anpassungsfähigkeit eines Hundes an seine Umwelt, ein instinktives Urteilsvermögen, mit welchem er kluge Entscheidungen treffen kann.
Ryōsei ist somit der Gegenspieler zu Kan-i. Für ein korrektes Temperament müssen beide im Einklang miteinander stehen.
SOBOKU 素朴
Soboku steht für die natürliche, rustikale Schönheit und eine schnörkellose Eleganz.
Es beschreibt die in Japan typische unverkennbare und schlichte Schönheit, in der sich Bescheidenheit und Qualität widerspiegeln sollen.
Weiter Infos zum Thema Charakter findet ihr HIER
Hongawa-Linie und Hata-Linie
Ursprünglich gab es vier verschiedene Shikoku-Ken-Linien aus separaten und abgelegenen Gebieten der Insel Shikoku. Zwei dieser Linien vermischten sich jedoch miteinander, und eine verschwand infolge von Einkreuzung westlicher Hunderassen zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Daher gibt es heute noch zwei verschiedene Shikoku-Linien mit jeweils eigenen Merkmalen. Die heutigen Shikokus sind meist ein Mix aus den beiden Linien. Trotzdem gibt es noch vereinzelt Hunde, bei denen die Eigenschaften der Hongawa-Linie oder der Hata-Linie stärker vertreten sind.
Hongawa-Linie
Die Hongawa-Linie stammt aus der Gegend um das Dorf Hongawa.
Hier sind einige Merkmale dieser Linie:
- Leichte Bewegungen
- Athletisch, muskulös, etwas schlankerer Körperbau
- Gut gerundete Stirn, schmalerer Kopf
- Schöne, scharfe Augen
- Dünneres Fell als bei der Hata-Linie
- Die Grenzen zwischen den Fellfarben sind manchmal verschwommen
- Höhere Häufigkeit von Black and Tan (Kuro)
- Straffe Haut am ganzen Körper
Hata-Linie
Die Hata-Linie stammt ursprünglich aus dem südöstlichen Teil der Insel Shikoku.
Hier sind einige Merkmale dieser Linie:
- Kräftiger und dickerer Knochenbau
- Weniger ausgeprägter „Stopp“, breiterer Kopf
- Etwas höher angesetzte Ohren
- Größerer Abstand zwischen den Augen
- Dickere Unterwolle, kräftigeres Fell
- Sehr deutliche Linien zwischen den Fellfarben
- Höhere Häufigkeit von Weiß
- Lockerere Haut am gesamten Körper
